Geheimnisse der digitalen Revolution – Sechsteilige Doku von ZDFinfo

Am 3.Oktober zeigte ZDFinfo die sechsteilige Doku „Geheimnisse der digitalen Revolution“, in der die Geschichte der Computer und verwandter Themen dargestellt wird. Die Teile lauten im Einzelnen:

  • Teil 1: Der Traum von der klugen Maschine
  • Teil 2: Siegeszug der Rechenmonster
  • Teil 3: PC’s erobern die Welt
  • Teil 4: Spieler, Hacker, Nerds
  • Teil 5: Multimedia und Internet
  • Teil 6: Freiheitskämpfer und Verbrecher

In der ZDF Mediathek ist diese Doku vom 3.10.2016 bis 11.09.2017 online sichtbar.

Um die Videos auf mobilen Geräten ohne Flash anzuschauen, öffnet den Link in der Mediathek und schreibt hinter die URL zusätzlich ?flash=0ff, also z.B. www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2830554/PCs-erobern-die-Welt?flash=off .

Info über die einzelnen Teile

(kopiert von zdf.de)

 

Geheimnisse der digitalen Revolution

Vom ersten Computer zum Internet-Zeitalter

Ein Leben ohne Computer? Das kann sich heute kaum noch jemand vorstellen. Egal ob Smartphone, Tablet oder ein schnöder Fahrkartenautomat – die kleinen Elektrogehirne haben einen wahren Siegeszug mitten in unseren Alltag hinter sich. Doch wer hat den Computer erfunden? Und was ist eigentlich zwischen visionären Garagen-Tüfteleien im Silicon Valley, schrillen Lan-Partys in den 90er-Jahren und unserem heutigen Internet-Zeitalter geschehen? In sechs Teilen beantworten Memo Jeftic und Sebastian Nuss in „Geheimnisse der digitalen Revolution“ alle Fragen rund um die Rechenmaschinen.

 Teil 1: Der Traum von der klugen Maschine

Computer gehören heute zum Alltag. Doch was ist ein Computer überhaupt? Um diese Frage zu beantworten, unternimmt die erste Folge der Reihe „Geheimnisse der digitalen Revolution“ eine Reise in die Vergangenheit. Zu erleben ist, wie Charles Babbage und Ada Lovelace bereits im 19. Jahrhundert die visionären Grundlagen für den Computer von heute legten. Ebenfalls schauen die Zuschauer Konrad Zuse über die Schulter, der in den Wirren des Zweiten Weltkriegs den ersten Computer baute. Von den handlichen Geräten, die wir heute nutzen, sind diese ersten elektronischen „Meisterleistungen“ rein äußerlich noch weit entfernt, aber die Gemeinsamkeiten sind größer als man denkt.

Interviewpartner in dieser Folge sind unter anderen: George Dyson, Historiker und Buchautor; Horst Zuse, Informatiker und Sohn von Konrad Zuse; Jochen Viehoff, Direktor „Heinz Nixdorf MuseumsForum“; Paul Ceruzzi, Historiker, „Smithosnian National Air and Space Museum“.

 

Teil 2: Siegeszug der Rechenmonster

Noch kann man sie nicht im Laden kaufen, doch in den 50er Jahren erblüht ein rasant wachsender Computer-Markt. In der zweiten Folge der Reihe „Geheimnisse der digitalen Revolution“ sind die Elektronengehirne nicht mehr nur Rechenwerkzeuge von Wissenschaftlern, sie übernehmen Aufgaben in der Wirtschaft. Eine Firma, die bisher auf Lochkarten und Bürosysteme spezialisiert war, erobert den neuen Markt im Sturm: IBM.

Das lässt einen ehrgeizigen deutschen Ingenieur nicht ruhen: Heinz Nixdorf stampft in den 50ern eine deutsche Computer-Branche aus dem Boden, die vorher gar nicht existierte. In den USA unterdessen wird dank des zahlungskräftigen Verteidigungsministeriums ein wahre Forschungslawine losgetreten, aus der neben dem Computer-Chip noch eine revolutionäre Entwicklung hervorgeht: vernetzte Computer, die die Grundlage für das Internet von heute bilden. Das alles hat sogar geografische Auswirkungen, denn die Pfirsichhaine um Palo Alto weichen immer mehr Büros und Entwicklungslaboren. So geht schließlich eine ganze Region als „Silicon Valley“ in die Computergeschichte ein.

Gesprächspartner sind in dieser Folge unter anderen: Jochen Viehoff, Direktor „Heinz Nixdorf MuseumsForum“; Paul Ceruzzi, Historiker, Kurator „Smithosnian National Air and Space Museum“; Christian Berg, Biograf Heinz Nixdorf, Heinz Nixdorf MuseumsForum; George Dyson, Historiker und Buchautor; James MCNiven, Inhaber von „Buck’s of Woodside“ im Silicon Valley.

 

Teil 3: PC’s erobern die Welt

Ein Computer steht heute in jedem Büro und jeder Wohnung. Zu verdanken ist das allerdings nicht den, sondern einer bunten Mischung aus Hippies, Hobbybastlern, Außenseitern, Nerds und Verrückten. Denn Ende der 60er, inmitten der Hippie- und Protestbewegung an der Westküste der USA, formierte sich eine Keimzelle, die den Computer aus den Forschungsinstituten und Banken befreite. Es sind die Legenden der Computergeschichte wie Steve Wozniak, Bill Gates und Steve Jobs, deren Visionen den Computer zu dem gemacht haben, was er heute ist.

In der dritten Folge „Geheimnisse der digitalen Revolution“ sind die Zuschauer hautnah dabei, wenn der vergessene dritte Apple-Gründer von der nicht ganz so einfachen Herausbildung eines Weltkonzerns erzählt. Und auch die fortschrittlichen Experimente von Doug Engelbart, die 1968 einem Science-Fiction-Film hätten entstammen können, verblüffen. Zudem bietet Lee Felsenstein, der Vorsitzende des legendären Homebrew Computer Clubs, an dem kein Computernerd in den 70ern vorbeikam, amüsante Anekdoten.

Gesprächspartner in dieser Folge sind unter anderem: Lee Felsenstein, Vorsitzender „Hombrew Computer Club“; Daniel Ichbiah, französischer Journalist und Publizist; Butler Lampson, Ingenieur, Xerox Parc; George Dyson, Historiker und Buchautor; Trevor Pinch; Musikhistoriker, Corenll University; Ron Wayne, Apple-Gründer; John Romero, Spielentwickler „Doom“; Thiemo Eddicks, Direktor „Oldenburger Computermuseum“.

Teil 4: Spieler, Hacker, Nerds

Eine Kindheit in den 80ern: Die Hobbys sind Lesen, Malen und Fahrrad fahren. Zu Weihnachten gibt es kratzige Pullis, Hörspielkassetten und mit etwas Glück vielleicht auch einen C64! Die 64-Kilobyte-Speicher des vielleicht erfolgreichsten Heimcomputers der Geschichte machen zwar so einiges möglich, trotzdem werden auf dem Commodore 64 fast ausschließlich Spiele gezockt.

Die Computerspiele-Journalisten von Rocket Beans TV aus Hamburg erzählen mit leuchtenden Augen, wie es damals war, als die Rechner heilig waren. Doch auch in der Erwachsenenwelt ereignet sich in den 80er-Jahren Revolutionäres: Steve Jobs und Bill Gates ringen um die grafische Benutzeroberfläche, die sie beide gar nicht erfunden haben – ein Drama in mehreren Akten. Doch am Ende bekommen die Computer endlich ein Gesicht.

Gesprächspartner: Gregor Kartsios, Computerspiele-Journalist, Rocket Beans TV; Etienne Gardé, Computerspiele-Journalist, Rocket Beans TV; Nils Bomhoff, Computerspiele-Journalist, Rocket Beans TV; Paul Ceruzzi, Kurator, Smithsonian’s National Air and Space Museum; Klaus Schleisiek, Mitbegründer des Chaos Computer Club; Steffen Wenéry, Chaos Computer Club; Jürgen Reents, Politiker Bündnis 90/Die Grünen; Daniel Ichbiah, französischer Journalist und Publizist; Wolfgang Tress, Science-Fiction-Experte der Buchhandlung Otherland; Simon Weinert, Science-Fiction-Experte der Buchhandlung Otherland; Klaus Schleisiek, Mitbegründer des Chaos Computer Club.

Teil 5: Multimedia und Internet

In den 90ern wird nächtelang wild gezockt: Ausgestattet mit Pizza, Cola und natürlich dem PC geht es zur LAN-Party in die Dorfturnhalle. Computerspiele sind komplexe Unterhaltungsprodukte und fordern nicht nur die Hardware kontinuierlich.

Unterdessen werkelt im Kernforschungszentrum CERN Physiker Tim Berners Lee an einem Projekt, das den nächsten Schritt der Computerrevolution einleiten wird. Er nennt es „ein System um Forschungsdaten zugänglicher zu machen“ – heute bekannt als „World Wide Web“. Doch wie viel mehr muss ein Rechner in den Neunzigern leisten, um für das fähig zu sein, was als Schlagwort eine ganze Dekade prägt? Für Multimedia. Über die Bildschirme zucken animierte Gifs.

Laut, schrill und bunt sind die frühen WWW-Tage. Genauso wie das Werkzeug, mit dem man in den 90ern durchs neue Netz saust: Microsoft bringt Windows 95 auf den Markt, das den Heim-PC zur Multimedia-Station macht. Mit dabei ist der Browser Internet Explorer. Für die Entwickler des Konkurrenz-Browsers Netscape Grund genug zu klagen. Der „Browser War“ entbrennt. Am Ende versinkt Netscape im Strudel der Geschichte und der Internet Explorer wird zum meistgenutzten Browser der Welt. Trotzdem wird das WWW noch immer von vielen Freiwilligen entwickelt, die den Spirit der 70er hochhalten. Einer ihrer Vordenker: Richard Stallman. Und auch Steve Jobs betritt wieder das Parkett, indem er die Computer von ihrer Hässlichkeit befreit und mit seinem Erzfeind einen Friedenspakt schließt.

Gesprächspartner in dieser Folge sind unter anderen: Michael Rotert, Internetpionier und Empfänger der ersten E-Mail in Deutschland, Mitchell Baker, Vorsitzende der Mozilla Foundation, John Romero, Spielentwickler von „Doom“, Alvy Ray Smith, Mitbegründer von PIXAR, Nils Jacobsen, Tech-Reporter und Blogger, Christian Stöcker, Ressortleiter Netzwelt bei Spiegel Online

Teil 6: Freiheitskämpfer und Verbrecher

Die Welt ist nur einen Wischer entfernt. Smartphones und ein jederzeit verfügbares Netz vermitteln das Gefühl, in Verbindung mit der gesamten Erde und ihrem Wissen zu stehen. Das ist eine Entwicklung, die in den Nuller Jahren ihren Anfang findet.

Dabei war der Start ins neue Millenium alles andere als reibungslos: Der Millenium-Bug hat damals für etliche Weltuntergangsszenarien gesorgt. Der Zusammenbruch der DotCom-Blase ein Jahr später machte es auch nicht besser und die Musikindustrie fürchtete durch Musik-Tauschbörsen sogar um ihre Existenz. Wie die Computergeschichte den Kopf aus der Schlinge ziehen konnte, zeigt die letzte Folge der Reise durch die „Geheimnisse der digitalen Revolution“. Zu Wort kommen Raubkopierer, die Gescheiterten der ersten Internetrevolution und die Whistleblower.

Gesprächspartner sind unter anderen: Karlheinz Brandenburg, Erfinder der MP3; Etienne Gardé, Game-Journalist, Rocket Beans TV; Nils Bomhoff, Game-Journalist, Rocket Beans TV; Christian Stöcker; Spiegel Online; Tom Herman, Entrepreneur; Jamis McNiven, Buck’s of Woodside; Jimmy Wales, Wikipedia-Gründer; Mounira Latrache, Leiterin Youtube Berlin; Markus Beckedahl, Chefredakteur netzpolitik.org; Daniel Domscheit-Berg, ehemaliger Sprecher von Wikileaks

 

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